Brückennachrechnungen

Brücken wurden in der Vergangenheit nach den seinerzeit gültigen Regelwerken für die Einwirkungen und die Bemessung geplant und errichtet. Das steigende Verkehrsaufkommen auf der einen, die Weiterentwicklung der Bemessungsvorschriften in Verbindung mit der alternden Bausubstanz auf der anderen Seite mit zunehmenden Verschleißerscheinungen sowie Schäden am Bauwerk sind in Summe die Ursachen für die bei den Nachrechnungen festgestellten Defizite.

Aufgrund dieser Entwicklung wird eine Neubewertung vieler Brücken erforderlich. Für die Neubewertung der Bestandsbauwerke wurde von dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die „Richtlinie für die Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand“ entwickelt.

Die Nachrechnungsrichtlinie bietet Möglichkeiten die Tragreserven des Bauwerks zu aktivieren. Durch unsere hohe ingenieurtechnische Sachkompetenz sind wir in der Lage, die Bestandsbauwerke unter Wahrung der normgemäßen Sicherheit einzustufen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Tragfähigkeit zu empfehlen.

Bei Nachrechnungen von Betonbrücken im Bestand können wir überdies auf selbst ent­wickelte Verfahren zur Tragsicherheitsbeurteilung im Rahmen der Stufe 4 zurückgreifen. Hierdurch kann häufig der Fortbestand der Bauwerke sichergestellt oder zumindest der Umfang der notwendigen Verstärkungsmaßnahmen reduziert werden.