Besonderheiten

Querkraftnachweis nach Stufe 4 der Nachrechnungsrichtlinien mit wissenschaftlichen Methoden

BW 3424 Weservorlandbrücke i. Z. d. A1 bei Bremen

Lage
BAB A1 über das Weservorland

Bauherr
Stadt Bremen vertreten durch das ASV Bremen

Baubeschreibung
Das BW 3424 wurde im Jahr 1962 errichtet. Der Überbau wurde als längs- und quer vorgespannter Hohlkasten ausgebildet. Im Jahr 1982 erfolgte eine Verbreiterung des Überbaus durch eine Plattenbalkenkonstruktion. Das Bauwerk wurde seinerzeit für die Brückenklasse 60 bemessen.
Die Nachrechnung ergab zum Teil erhebliche Defizite beim Nachweis der Querkrafttragfähigkeit, bei den Ermüdungsnachweisen sowie beim Dekompressionsnachweis.
Es wurde eine Verstärkungsmaßnahme in Form einer externen Vorspannung geplant, sodass eine Einstufung des Bauwerks für die Lasten nach DIN-Fachbericht 101 mit Einschränkungen möglich wurde.
Für den Nachweis der Querkrafttragfähigkeit wurde im Rahmen der Stufe 4 ein Bemessungsmodell (Druckbogenmodell) angewendet, um den Einbau einer sehr aufwendigen Querkraftverstärkung zu vermeiden.

Ausführungsart
Spannbetonüberbau mit nachträglich aufgebrachter externer Vorspannung

Bearbeitungs- und Ausführungszeitraum
2010 – 2012

KHP-Leistung
Nachrechnung des Bauwerkes nach DIN-FB 102 bzw. Nachrechnungsrichtlinie
Anwendung eines modifizierten Querkraftnachweises (Druckbogenmodell)
Statische Berechnung und Ausführungsplanung der Verstärkungsmaßnahmen